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Sag mir, wo die Blumen sind …

Marlene Dietrich – Ikone der Filmgeschichte, Vamp und Diva. Und Ausgangspunkt vieler Legenden, die untrennbar mit ihrem Namen verbunden sind. „Der blaue Engel“ am Anfang der 30er Jahre war die Initialzündung für die Dietrich, die weltweit wie ein Komet einschlug.

Doch war die Schauspielerin auch widersprüchlicher, moderner und kompromissloser als jeder andere Hollywoodstar. Und gerade auch deshalb so außergewöhnlich. Marlene Dietrich zog Hosen an, als Frauen dafür auf offener Straße Prügel ernteten. Sie holte ihr Kind nach Hollywood, als Muttersein das Aus für einen erotischen Filmstar bedeutete. Sie widerstand den Lockrufen Hitlers, als viele ihrer Kollegen umfielen. Und sie begann in einem Alter, in dem andere für immer von der Bühne abtraten, eine zweite Karriere als Diseuse.

Mit ihrer Lesung stellt Claudia Michelsen das Leben einer Frau vor, die sich ein Leben lang systematisch dem Zugriff entzog und immer noch Rätsel aufgibt: Wie konnte sie sich als nicht schön bezeichnen? Warum zweifelte sie an ihren schauspielerischen Fähigkeiten? Und wie kam es, dass diese umschwärmte Diva ein Leben lang über Einsamkeit klagte? In den Büchern ihrer Erinnerungen hat Marlene Dietrich auf diese und andere Fragen geantwortet, um schonungslos Rechenschaft abzulegen über ihr bewegtes Leben.

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